Jahresbericht 2013

Die revolutionäre Bewegung Ägyptens droht zweieinhalb Jahre nach dem Beginn des Arabischen Frühlings zu scheitern. Politisches Chaos und Gewalt sind auch im zweiten Anlauf zu Demokratie und Freiheit das vorläufige Ergebnis. Die Anfang 2011 geeint Nation, die gegen Langzeitherrscher Hosni Mubarak protestierte, ist tief gespalten. Die Demonstranten am Tahrir-Platz, die nun den Sturz des Muslimbruders Mohammed Mursi erzwangen, können noch nicht abschätzen, was sie damit tatsächlich erreicht haben.

In den vergangenen zwei Jahren wurde das soziale Gefüge Ägyptens zerstört. Heute gibt es zwei Lager, die gegeneinander kämpfen. Die Nicht-Islamisten wissen genau, was ihnen drohte, bliebe Präsident Mursi an der Macht. Die Muslimbrüder auf der anderen Seite werden der Armee nie verzeihen, dass sie ihnen den Wahlsieg gestohlen hat. Natürlich lehnen sie jetzt jede weitere Beteiligung am „demokratischen“ Prozess ab.

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Derzeitige Herausforderung

Die Nation, die Anfang 2011 geeint gegen Hosni Mubarak protestierte, ist heute tief gespalten. In den vergangenen zwei Jahren wurde das soziale Gefüge Ägyptens zerstört. Heute gibt es zwei Lager, die gegeneinander kämpfen. Was aber bedeutet dies nun für die Arbeit der Schwestern?

Mehr als bisher werden die Rechte von Christen radikal beschnitten und Kopten als Menschen zweiter Klasse behandelt. Selbst Kapitalverbrechen bleiben gerichtlich ungesühnt, wenn es sich bei den Geschädigten um „Ungläubige“ – also: um Christen – handelt. Diese veränderten gesellschaftlichen Verhältnisse zwingen die Schwestern im Müllgebiet, sich nun auch um ihre eigene Sicherheit zu kümmern.

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