Gemeinsam füreinander verantwortlich sein

– das ist eine Grundregel! Schwester Amalia lädt dazu ein und macht dabei auch keinen Unterschied zwischen Christen und Muslimen. 650 Kinder kommen jeden Morgen in ihren Kindergarten, direkt neben dem Schwesternkonvent. Die Kinder in Beni Suef suchen ihre Nähe. Die Eltern kommen mit ihren Nöten zu ihr. Auch in der muslimischen Gemeinde ist ihre Arbeit hoch geachtet, so, dass sogar der Imam und andere einflussreiche Menschen ihre Kinder zu ihr bringen.
Auf die Frage, wie sich die Situation für sie, als Christen, in der Zeit des politischen Umbruchs dargestellt hat, antwortet sie mit überzeugender Stimme: „Gott und unsere muslimischen Freunde haben auf uns aufgepasst!“

Schwester Amalia besuchte nun für zwei Tage die Freunde im Kirchenkreis Moers und absolvierte ein straffes Programm, das ihr einen Einblick in die vielfältige diakonische Arbeit gab. Auftakt war der Besuch in einem Demenz-Café. In der Grafschafter Diakonie bekam sie unter anderem einen differenzierten Einblick in die Altenhilfe.
Auch die Kaiserswerther Schwestern sind mit den Schwestern in Beni Suef freundschaftlich verbunden und so war es eine Selbstverständlichkeit, dass Schwester Amalia bei ihnen wohnte und es zu vielfältigen Begegnungen kam.

Armenspeisung

Beim Mittagsgebet in der Moerser Stadtkirche berichtete sie von ihrer Arbeit mit den Armen in Beni Suef und den umliegenden Dörfern. Einmal im Monat lädt Schwester Amalia zu einer Armenspeisung in ihren Kindergarten ein. Es gibt Programm für Kinder und Erwachsene, natürlich Essen, und ein Lebensmittelpaket mit Grundnahrungsmitteln für den kommenden Monat. Die Not in Ägypten ist groß! Da der Tourismus stark eingebrochen ist, gibt es fast elf Millionen Menschen die ihre Jobs verloren haben. Viele haben ihre Familien in den Dörfern unterstützt. Über 200 Familien warten auf ihre Hilfe. Wenn Schwester Amalia zur Armenspeisung einlädt, dann hat sie viele freiwillige Helfer, die daraus einen schönen Tag für bedürftige Kinder und Erwachsene gestalten. Sie bewirkt, dass die Menschen aufeinander Acht geben.

Doch das Geld reicht nicht! Aus diesem Grund sucht der Kirchenkreis Moers 100 Paten, die monatlich 10 € spenden. Jeder Spender ermöglicht die Einladung einer Familie zur Armenspeisung.


Verwendungszweck: 150310000 / 36000202 Armenspeisung

Bitte geben Sie uns eine kurze Rückmeldung, wenn Sie die Armenspeisung monatlich unterstützen möchten, damit wir wissen, wann wir unsere 100 Spender erreicht haben!

Artikel NRZ/WAZ 01.08.2016
Artikel NRZ/WAZ 01.08.2016

3 Gedanken zu “Gemeinsam füreinander verantwortlich sein”

  1. Es waren schöne gemeinsame Tage, an denen wir wieder viel voneinader erfahren haben. Es ist gut gemeinsame Zeit zu haben, sich auszutauschen und aufeinader zu hören.

  2. Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen Freunden im Kirchenkreis Moers und ich habe mich sehr gefreut Sie zu besuchen und ich freue mich sehr auf Ihre Unterstützung für unsere Liebe Bedürftige Menschen und Kinder in Beni Suef- Ägypten und immer denken an Gottes Wörter im Math 25: 35-37 “ ich war hungrig und ihr habt mir zu essen, ich war durstig und ihr habt mir zu trinket“
    “ was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“ viel Mal sage ich Ihnen vielen Dank!

  3. Wie wunderbar, Sr. Amalia auch bei uns in Kaiserswerth zu haben. Die gemeinsame Zeit war – wie „immer“ – viel zu kurz, aber voller herzlicher Zuneigung und gegenseitiger Inspiration. Ich hoffe auf ein baldiges Wiedersehen.

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