Armenspeisung in Beni Suef

Sr. Amalia lädt jeden Monat bedürftige Familien aus den umliegenden Gemeinden zu einer Armenspeisung ein. Viele Witwen und Kinder sind darunter. Die Einladung erhalten sie von ihrem Gemeindepfarrer. Sr. Amalia kennt viel von ihnen und auch ihre Nöte. Neben einer warmen Mahlzeit und einem kleinen Kulturprogramm, bekommt jeder ein Lebensmittelpaket. Diesen Monat hat Sr. Amalia eine größere Spende von Schuhen bekommen, die sie verteilen konnte.

Darüber hinaus hat Sr. Amalia ein kleines Existenzgründungsprogramm. Letzten Monat war es eine Nähmaschine für eine Familie und in diesem Monat ist es eine Gefriertruhe, für ein kleines Geschäft, um gefrorenes Fleisch weiter verkaufen zu können.

Wenn Sie Sr. Amalia unterstützen wollen, können Sie dies mit einer Spende auf das Kirchenkreiskonto mit dem Stichwort Armenspeisung tun.

Spendenkonto:
KD Bank eG – die Bank für Kirche und Diakonie
IBAN: DE46 3506 0190 1010 8800 21
BIC: GENODED1DKD

Eine Nähmaschine für eine neue Existenz

Gerade auch in dieser besonderen Zeit muss man an ein Morgen denken. Die Schwestern der „Daughters of Saint Mary“ tun dies in Beni Suef und Ezbet el Nakhl. Sie sind bei den Menschen, verstehen ihre Sorgen und Nöte und sorgen für ein selbstbestimmtes Morgen! So freute sich in der letzten Woche eine Familie über eine neue Nähmaschine. Nach bestandener Nähprüfung trägt sie nun zum Lebensunterhalt der Familie bei.

Sr. Amalia hat in den letzten Wochen verschiedene „small income projects“ finanziert, um den Menschen in der Zeit der Pandemie, wo viele Menschen kein oder nur sehr wenig Einkommen haben, eine neue Existenzgrundlage zu geben. Sie schreibt uns: „Ich danke Ihnen allen für ihre Sorge um uns und unsere Gesundheit. Die Corona-Pandemie ist hier sehr verbreitet und viele Menschen sterben. Es betrifft die Alten wie die Jungen. Gemeinsam mit dem Arbeitsteam versuchen wir Corona-Patienten in Not zu helfen. Wir schicken ihnen Essen, Medikamente und Geld für den Arzt. Die Medikamente sind leider sehr teuer, so dass sich viele diese nicht leisten können.  Wir beten, dass Gott auf seine Schöpfung schaut, Mitgefühl für alle zeigt, und die Pest von der Welt hebt, so dass das Leben sich wieder normalisiert.“

In Beni Suef waren viele Schwestern an COVID-19 erkrankt, schreibt Sr. Virginia. Zurzeit befinden sich nur noch drei Schwestern in Isolation und ihr Gesundheitszustand ist recht gut.

Sr. Maria aus Ezbet el Nakhl schreibt: „Viele Menschen haben wir im letzten Jahr durch COVID-19 verloren, die wir sehr vermissen. Es ist eine schwierige Zeit und viele Menschen sind sehr krank geworden. Passt auf euch auf! Wir sind in Gottes Hand! Viele Bereiche unserer Arbeit sind geschlossen. Die Examen des ersten Semesters haben wir bereits verschoben. Nur der Kindergarten, die Arbeit mit den Behinderten und das Krankenhaus sind weiterhin geöffnet, da uns die Regierungsstellen darum gebet haben. Bedenkt uns in eurer Fürbitte!

 

Weihnachtsspendenaktion

„Jesus will einmal in unseren Herzen feiern“

Liebe Schwestern und Brüder,
liebe Freundinnen und Freunde der Schwestern!

Es ist Advent und wir bereiten uns auf ein ganz anderes Weihnachten vor. Auch für unsere Partner und Schwestern der „Daughters of Saint Mary“ wird es ein anderes Weihnachten!
Sr. Maria berichtet, dass in diesem Monat drei Schwestern der DSM verstorben sind und Sr. Virginia schreibt, dass sie die Schulleiterin der St. Marks Language School, Sr. Makaria, zu Grabe getragen haben. Sie musste nach Kairo ins Krankenaus, um sich einer Plasma Therapie zu unterziehen. Dabei hat sie sich mit COVID-19 infiziert. Sie schreibt weiter, dass sie in Ägypten nun vor einer zweiten Welle der Infektionen stehen und die Zahl der Infizierten schlagartig ansteigt.

Aber es gibt auch gute Neuigkeiten! Sr. Maria schreibt, dass sie vom Papst die Nachricht erhalten haben, dass neue Schwestern eingesegnet werden. So wurde Sr. Ereny als (graue) Schwester eingesegnet und vier Novizinnen. Sr. Barbara und Sr. Joanna in der Mahabba Schule, Sr. Justina bei Seeds of Hope und Sr. Martyria im Salam Center.

Aus Beni Suef erreichten mich einige Bilder von der Armenspeisung im November. Sr. Amalie hatte mit ihrem Team für alle Koshari gekocht. Es wurde gemeinsam auf Abstand gegessen und die monatlichen Pakete verteilt.

In unserer Weihnachtsspendenaktion sammeln wir bis Heilig Abend für die Armenspeisung, die Dorfentwicklung und für bedürftige Kinder in Beni Suef!

In der letzten Woche schrieb mir Sr. Amalia: „In fast vier Wochen feiert Ihr Weihnachten und morgen fängt für uns die Fastenzeit vor Weihnachten an. In dieser Zeit denken wir wirklich viel an Jesus. Viele sind traurig, dass Sie wegen der Epidemie dieses Jahr Weihnachten nicht so feiern können, wie sie es gewohnt sind. Aber ich glaube, dass Jesus einmal in uns selber, in unseren Herzen feiern will. Jesus will in unseren Herzen wiedergeben werden, weit weg von der Hektik und dem Glanz der Welt. Jesus möchte, dass wir IHN feiern! So wie die Hirten und die Könige IHN feierten. Weit weg von Herodes und weit weg von der Hektik der Stadt Jerusalem.

Weihnachten wird für uns alle in diesem Jahr ein besonderes Gefühl der Spiritualität und ein tiefes Gefühl von Gemeinschaft und Leben mit dem armen Kind in der Krippe, dem großen König, dem Herren der Herren, Herren und Erlöser sein.“

Vielleicht ist es auch für uns eine Chance, diese besondere andere Zeit.
Ich wünsche Euch und Ihnen eine gesegnete Adventszeit!

Dietmar Boos

Auf Wiedersehen Abuna Ruis

Jesus Christus spricht:
Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt. (Joh. 11, 25)

Abuna Ruis ist am Morgen des 31.08.2020 uns vorausgegangen!
Am Abend wurde er von Bischof Gabriel in der Bischofskirche ausgesegnet. Als Studentenpfarrer hat er viele Menschen im Leben und Glauben begleitet.

Dankbar erinnere ich mich an Begegnungen in Beni Suef, an gemeinsame Projekte und den Besuchen im Kirchenkreis Moers. Im letzten November war ich mit einem Pastoralkolleg bei einem Studenten-Meeting zu Gast, wo wir noch einmal auf die gemeinsame Zeit zurückblicken konnten. Viele Begegnungen von jungen Menschen aus der Diözese Beni Suef und dem Kirchenkreis Moers hat er begleitet.

Jesus Christus spricht: Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn’s nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten? Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, damit ihr seid, wo ich bin.

Wir sagen auf Wiedersehen zu einem Freund und wissen ihn in Gottes Hand geborgen!

Beni Suef: Aktuelle Situation

Sr. Amalia aus Beni Suef schreibt uns:

Ein Priester hat sich bereits mit dem Corona Virus infiziert und befindet sich im Krankenhaus. Viele Menschen sind zurzeit auf den Straßen unterwegs. Sie kaufen ein, denn es ist Ramadan. Das macht uns große Sorgen! Wir wissen, das Virus ist gefährlich und gerade auch bei uns sehr schlecht einzudämmen.

Firmen und Hotels sind geschlossen.

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Ezbet el Nakhl: Aktuelle Situation

Sr. Maria aus Ezbet el Nakhl schreibt uns:

„Wir hoffen, dass alle gesund und sicher sind. Wir beten zu unserem Herrn Jesus Christus, dass er uns hilft diese schwierige Zeit zu überstehen. Auch in Ägypten steigen die Zahlen der Infizierten durch die COVID-19-Pandemie. Den Ausbreitungspeak der COVID-19-Pandemie haben wir in Ägypten noch nicht erreicht!

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Corona-Pandemie bedroht die Ärmsten

Partnerschaft mit der Koptischen Kirche in Ägypten

Das Coronavirus verbreitet sich rasant in Deutschland, Europa und der Welt. Die bestätigten Fälle in Ägypten sind noch relativ niedrig, aber das kann sich schnell ändern. Mit dramatischen Folgen ist zu rechnen, sollte sich Covid-19 beispielsweise in einem der dicht bevölkerten Müllgebiete, wie z.B. Ezbet el Nakhl ausbreiten. Dies hätte fatale Folgen für viele Menschen.

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„Der Hass wird enden, wenn wir einmal groß sind!“

40 Jahre Partnerschaft

Es ist der erste Besuch für Superintendent Wolfram Syben in den Projekten der Daughters of Saint Mary (DSM) in Beni Suef und Ezbet el Nakhl, in der Funktion als leitender Geistlicher des Kirchenkreises Moers. Vor 15 Jahren hat er schon einmal die Gelgenheit gehabt die Projekte vor Ort zu besuchen. Begleitet wird er von Edith Schwarz (KSV), Sr. Bettina Alzner, Gabriele Süsser und mir, als Mitglieder des Entwicklungshilfeausschusses.

In der Schule von El Tawfik beeindruck uns, wie selbstverständlich beim Fahnanpell Texte aus dem Koran und der Bibel dazugehören. Im Kindergarten der Schule singen die Kinder ein Lied, in dem es heißt: „Der Hass wird enden, wenn wir einmal groß sind!“ Ist das nicht eine schöne Vision, die die Kinder von ihrer Zukunft haben? Und dies leben sie auch in ihrer Schule, in ihrem Miteinander!

Sr. Priscilla ist mit Sr. Joanna gemeinsam für die Dorfentwicklungsprogramme mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung zuständig.

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Pastoralkolleg – Papst Tawadros II

Neben der prächtigen Markus-Kathedrale ist der Sitz des koptischen Papstes, davor mehr Sicherheitskontrollen als beim Scheich zwei Tage zuvor. Offizieller Titel ist „Papst von Alexandria und 118. Patriarch auf dem Sitz des St. Markus“. Nach koptischer Überlieferung hatte Markus schon im ersten Jh. die ägyptische-koptische Kirche gegründet. Seit Mitte des 3. Jh., also schon 100 Jahre vor der römischen Kirche, hatte die Koptische Kirche in Ägypten einen Papst.

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Pastoralkolleg – Besuch beim Großen Imam

(geistliches Oberhaupt des sunnitischen Islam und Lehrautorität)
Am 4. November 2019 haben wir als Delegation von Pastorinnen und Pastoren aus Deutschland den Großen Imam getroffen. Scheich Al Azhar nahm sich mehr als zwei Stunden Zeit für uns. Er gab uns Worte der Versöhnung und des Friedens mit auf den Weg: „Die islamische Lehre ruft uns zu menschlicher Bruderschaft auf. Keine Religion ist der Grund für die Gewalt!“, äußerte er.

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